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Reykjavík: 15 Tipps fürs Sightseeing

Reykjavík: 15 Tipps fürs Sightseeing
13. 10. 2026 (Aktualisiert: 16. 10. 2026)
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Planst du eine Reise nach Island? Entdecke Reykjavíks Sehenswürdigkeiten: die ikonische Hallgrímskirkja, die moderne Harpa, Regenbogenstraßen und Thermalbäder.

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Ich kam morgens in Reykjavík an. Es war kalt, der Wind wehte und gleichzeitig schien die Sonne. Ich trug Winterkleidung, und ich will ehrlich sein: Selbst damit war mir ziemlich kalt. Die Einheimischen sind das aber offensichtlich schon gewohnt, denn als ich am Fußballstadion vorbeiging, spielten dort Kinder in kurzärmeligen T-Shirts und Shorts Fußball und wälzten sich vergnügt auf dem Boden.

Reykjavík ist eine moderne, kleine, saubere, übersichtliche und unkomplizierte Stadt mit nordischem Charakter. Das gesamte Zentrum lässt sich an einem Nachmittag zu Fuß erkunden, ohne dass ihr euch mühsam durch die Linienpläne der öffentlichen Verkehrsmittel arbeiten müsst (die gut funktionieren, allerdings ziemlich teuer sind). Alle wichtigen Orte, von Designläden und renommierten Restaurants bis hin zu ikonischen Sehenswürdigkeiten und Uferpromenaden, liegen hier buchstäblich zum Greifen nah.

Ich habe versucht, möglichst viele der bekanntesten Orte zu besuchen, durfte aber natürlich auch die örtlichen Thermalbäder und eine Mikrobrauerei nicht auslassen (ja, in Island braut man Bier, und zwar richtig gutes).

Übernachten mit Blick auf den Sonnenuntergang im KEX Hostel

Jep, das Bild oben zeigt meinen Ausblick, während ich abends am Computer arbeitete. Stellt euch dazu noch einen Kaffee, einen Snack und ACDC auf den Kopfhörern vor. „Work and Travel“ in seiner ganzen Pracht.

In Reykjavík habe ich im KEX Hostel übernachtet. Dort gibt es Einzel- und Doppelzimmer, aber auch Mehrbettzimmer. Ich habe die günstigste Variante gewählt und in einem Zimmer für bis zu 10 Personen geschlafen. Voll belegt war es allerdings nie. Ich war im Mai dort. Das Hostel ist gut ausgestattet und war auch sauber geputzt.

Hallgrímskirkja: Ikonische Kirche und Herz von Reykjavík

Kein Islandbesuch ist vollständig ohne einen Besuch der majestätischen Hallgrímskirkja, die über der Hauptstadt Reykjavík aufragt.

Dieser einzigartige Betonbau wurde 1986 nach mehr als 40 Jahren Bauzeit fertiggestellt (ehrlich gesagt dachte ich persönlich, die Kirche sei viel älter). Bekannt ist er für seine Architektur, die an die isländische Landschaft erinnern soll: von Basaltklippen bis hin zu gewaltigen Lavasäulen.

Die Kirche ist einer der höchsten Punkte der Stadt und bietet den besten Aussichtsturm mit einem atemberaubenden Panoramablick auf die bunten Dächer Reykjavíks, den Hafen und die umliegenden Berge. Außerdem ist sie für jeden Reisenden ein hervorragender Orientierungspunkt.

Der See Tjörnin

Der See Tjörnin ist ideal für einen ruhigen Spaziergang. Dieser Stadtteich, umgeben von bunten nordischen Häusern, Galerien und dem Rathaus, ist ein beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen. Der See ist für seine reiche Vogelwelt bekannt – das ganze Jahr über begegnet ihr hier Dutzenden Schwänen, Enten und Gänsen, was ihm den Spitznamen „größte Brotsuppe der Welt“ eingebracht hat. In den Wintermonaten friert die Wasseroberfläche oft zu und verwandelt sich in eine natürliche Schlittschuhbahn. Ein Spaziergang um den Tjörnin bietet wunderschöne Fotomotive und ist ein toller Ausgangspunkt, um die Sehenswürdigkeiten und Cafés im Zentrum von Reykjavík zu entdecken.

Perlan-Museum: Islands Natur unter einer Glaskuppel erleben

Perlan (übersetzt „Perle“) ist eines der faszinierendsten und auffälligsten Bauwerke Reykjavíks und thront auf dem bewaldeten Hügel Öskjuhlíð. Dieses futuristische Gebäude mit seiner riesigen Glaskuppel wurde ursprünglich als Anlage aus sechs massiven Warmwasserspeichern errichtet. Heute dient es als modernes Wissenschafts- und Naturkundezentrum mit einzigartigen interaktiven Ausstellungen.

Im Inneren könnt ihr die Kraft der isländischen Natur hautnah erleben – hier befindet sich die erste und größte künstliche Eishöhle der Welt, gebaut aus 350 Tonnen echtem Schnee und Eis, sowie ein hochmodernes Planetarium, das die magischen Polarlichter originalgetreu simuliert. Der größte Anziehungspunkt für Touristen ist aber die 360-Grad-Aussichtsplattform im Freien, die einmal rund um die Kuppel verläuft. Sie bietet den besten Panoramablick auf ganz Reykjavík, den angrenzenden Ozean, den Flughafen und die fernen Berge.

Den Link zur Website des Perlan-Museums findet ihr am Ende des Artikels.

Schifffahrtsmuseum Reykjavík

Wenn ihr Island wirklich verstehen wollt, müsst ihr seine enge Verbindung zum Ozean begreifen. Das Schifffahrtsmuseum in Reykjavík (Sjóminjasafnið) befindet sich in einer ehemaligen Fischverarbeitungsfabrik im modernen Stadtviertel Grandi und bietet einen fesselnden Einblick in die Geschichte der isländischen Fischerei und Seefahrt. Interaktive Ausstellungen führen euch von einfachen Ruderbooten bis zu den technologisch fortschrittlichen Schiffen des 20. Jahrhunderts, die die isländische Nation geprägt haben.

Die größte Attraktion ist die Möglichkeit, das Deck des ehemaligen Küstenwachschiffs Óðinn zu erkunden, das direkt am Museum liegt und in den legendären „Kabeljaukriegen“ eine entscheidende Rolle spielte. Das Museum ist ein ideales Ziel für Familien mit Kindern und Geschichtsinteressierte und ergänzt euren Spaziergang durch den alten Hafen von Reykjavík perfekt.

Konzerthaus Harpa: Reykjavíks modernes Architekturjuwel

Liebhaber moderner Architektur und modernen Designs dürfen bei einem Besuch der isländischen Hauptstadt das Konzerthaus Harpa nicht auslassen. Das Gebäude aus dem Jahr 2011, das mit dem renommierten Mies-van-der-Rohe-Architekturpreis ausgezeichnet wurde, zieht euch mit seiner „Fassade“ sofort in den Bann. Sie besteht aus Tausenden unterschiedlich geformten Glaspaneelen, die das nordische Licht, die Meeresoberfläche und den Himmel spiegeln und so ein ständig wechselndes Farbenspiel erzeugen. Harpa ist die Heimat des Isländischen Sinfonieorchesters und der Isländischen Oper, die Innenräume sind jedoch für die Öffentlichkeit frei zugänglich. 

Spaziert durch die verglasten Gänge, genießt den Blick auf den Ozean und den Hafen oder trinkt einen Kaffee. Das Gebäude ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich modernes skandinavisches Design mit der wilden Natur Islands verbinden lässt.

Die Statue von Ingólfur Arnarson auf dem Arnarhóll: Wo Islands Geschichte begann

Wenn ihr in Reykjavík den Spuren der Wikingergeschichte folgt, müsst ihr den grünen Hügel Arnarhóll besuchen, der von der majestätischen Statue Ingólfur Arnarsons geprägt wird. Dieser legendäre norwegische Häuptling gilt als der allererste dauerhafte Siedler Islands. Er gründete hier im Jahr 874 eine Siedlung und gab Reykjavík seinen Namen (übersetzt „Rauchbucht“).

Das imposante Bronzewerk des Bildhauers Einar Jónsson zeigt Arnarson in voller Wikingerrüstung, wie er sich auf den mit einem Drachenkopf verzierten Bug seines Schiffes stützt. Der Hügel Arnarhóll ist nicht nur ein bedeutender historischer Ort, sondern auch ein beliebter Park, in dem sich die Einheimischen im Sommer entspannen und von dem aus sich ein schöner Blick auf das Konzerthaus Harpa und die Uferpromenade eröffnet.

Von der Hügelkuppe aus habt ihr einen schönen Blick auf die weite Umgebung. Selbst wenn ihr das Museum nicht besuchen möchtet, werdet ihr den Ausblick bestimmt nicht bereuen, und ich empfehle euch, hier vorbeizuschauen. Am Perlan gibt es einen Parkplatz, ihr könnt also mit dem Auto hinfahren.

Die Regenbogenstraße Skólavörðustígur

Wenn ihr das bekannteste Fotomotiv der isländischen Hauptstadt sucht, führt euer Weg unweigerlich in die Skólavörðustígur. Diese lebendige, farbenfrohe Einkaufsstraße ist für ihre Regenbogenfahrbahn bekannt, die 2015 anlässlich des Festivals Reykjavik Pride erstmals bemalt wurde. Seitdem ist sie zu einem dauerhaften Symbol für die Toleranz, Offenheit und Lebensfreude der Stadt geworden. Die Straße bildet eine perfekte Sichtachse zur majestätischen Hallgrímskirkja im Hintergrund. Neben tollen Fotomotiven bietet die Skólavörðustígur viele stilvolle Designläden, gemütliche Cafés, Kunstgalerien und Bistros, die sie zum idealen Ort für einen entspannten Nachmittag in Reykjavík machen.

Sun Voyager (Sólfar): Legendäres Sonnenschiff an Reykjavíks Uferpromenade

Bei einem Spaziergang entlang der Küstenpromenade in Reykjavík könnt ihr die faszinierende Stahlskulptur Sun Voyager (isländisch Sólfar) nicht übersehen. Dieses berühmte Kunstwerk von Jón Gunnar Árnason wurde 1990 fertiggestellt und erinnert auf den ersten Blick zwar an ein Wikingerschiff, doch der Künstler verstand es als Ode an die Sonne und als Traumschiff, das Hoffnung, Fortschritt, Freiheit und unentdeckte Gebiete symbolisiert. Dank seiner Lage am Meer bildet der majestätische Berg Esja an klaren Tagen eine atemberaubende Kulisse. Sun Voyager gehört zweifellos zu den meistfotografierten Orten Islands, besonders bei Sonnenuntergang oder unter magischen Polarlichtern, wenn sich das Licht perfekt in seinen klaren metallenen Linien spiegelt.

Micro Bar Reykjavík: Islands erste und beste Craft-Beer-Bar

Wenn ich irgendwohin reise, versuche ich immer zu probieren, was der jeweilige Ort oder die Kultur zu bieten hat. Die Micro Bar lag ganz in der Nähe meines Hotels KEX, deshalb war die Wahl klar. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen kann man Spirituosen oder stärkeres Bier nämlich nur in spezialisierten Geschäften sowie in Restaurants und Bars kaufen.

Diese gemütliche Underground-Bar wurde 2012 als allererste spezialisierte Craft-Beer-Bar Islands gegründet. Hier findet ihr eine exklusive Auswahl isländischer Mikrobrauereien, sowohl vom Fass als auch in Flaschen oder Dosen. Das Aushängeschild sind dabei die Biere der hauseigenen Brauerei Gæðingur. 

Ich empfehle euch, ein „Bierverkostungsbrett“ zu bestellen. Damit könnt ihr fünf verschiedene Kostproben probieren, von leichten Lagerbieren bis zu kräftigen Stouts. In der Bar könnt ihr die authentische Atmosphäre der isländischen Bierkultur erleben. 

Ich persönlich hatte erwartet, hier mit einheimischen „Isländern“ ins Gespräch zu kommen. Das ist zwar auch passiert, aber nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Da fährt man nach Island, und wer „säuft“ am ersten Abend mit einem?… Ein Pole, eine Bulgarin, eine Ukrainerin und ein Typ irgendwo aus Estland. Wieder „Osteuropäer“. Dazu muss ich sagen, dass es eine nette Truppe war. Die Gespräche über Island und das Leben dort sowie die Tipps zu Ausflugszielen und Verkehrsmitteln haben mir in den folgenden Tagen geholfen.

Wenn ihr eine Tour auf GetYourGuide.com bucht, schaut vor eurem Barbesuch nach, ob es eine Partnerschaft mit dieser Bar gibt. Ich habe die Information zum Rabatt nach der Buchung in der Beschreibung einer Tour gefunden. Alkohol ist in Island nicht gerade günstig, und da kommt jeder Rabatt gelegen.

Falls ihr eine Wanderung plant, zum Beispiel zu den heißen Quellen in den Bergen, könnt ihr hier außerdem Dosenbier zum Mitnehmen kaufen 🍺.

Den Link zur Micro Bar findet ihr am Ende des Artikels.

Sky Lagoon: Luxuriöses Geothermalbad an Reykjavíks Küste

Nach Ausflügen und Wanderungen durch Island wollt ihr bestimmt ein bisschen entspannen und die Ruhe genießen. In der Sky Lagoon könnt ihr mit Blick auf den endlosen Ozean entspannen. Es gibt auch eine Bar, für den einen oder anderen Drink ist also ebenfalls gesorgt.

Dieses moderne Geothermalbad wurde 2021 eröffnet und bietet einen atemberaubenden Infinity-Pool, der optisch mit den kalten Wassern des Atlantiks verschmilzt. 

Die Hauptattraktion ist ein einzigartiges Ritual in sieben Schritten, das ein heißes Bad, ein kaltes Tauchbecken, eine Sauna mit Panoramafenster, ein Dampfbad und ein Körperpeeling kombiniert.

Die gesamte Anlage ist so gestaltet, dass sie die isländische Tradition und Natur widerspiegelt. Basaltfelsen und ein wilder Wasserfall direkt im Becken unterstreichen das. Sie ist eine perfekte und ruhigere Alternative zur berühmten Blauen Lagune, nur ein kurzes Stück vom Zentrum Reykjavíks entfernt.

Alternativ könnt ihr die Blue Lagoon besuchen. In einem Gespräch mit Reiseleitern, die gerade in der Sky Lagoon waren, habe ich erfahren, dass auch sie ein wunderbarer Ort zum Entspannen ist. Das Angebot ist ähnlich wie in der Sky Lagoon. Allerdings liegt sie außerhalb von Reykjavík, ihr müsst die Anreise organisieren und euch bei „Eruptionen“, die in der Gegend gelegentlich vorkommen, schnell zusammenpacken und die Anlage verlassen.

Icewear: Authentische Souvenirs und Kleidung aus Reykjavík

Icewear ist eine führende isländische Marke für Outdoorbekleidung, die Einheimische und Reisende schon seit 1972 mit bester Kleidung gegen das raue nordische Wetter ausstattet.

Der Hauptgrund für einen Besuch ihrer Geschäfte in Reykjavík ist der Kauf der ikonischen Lopapeysa-Wollpullover mit ihrem charakteristischen Muster rund um die Schultern. Diese Pullover werden aus einzigartiger isländischer Schafwolle hergestellt, die außergewöhnlich temperaturregulierend wirkt, wärmt, winddicht ist und von Natur aus Wasser abweist. Neben traditionellen Strickwaren bekommt ihr hier moderne Funktionsjacken, Thermounterwäsche und Accessoires zu deutlich günstigeren Preisen als bei anderen isländischen Marken. Damit ist Icewear ein idealer Anlaufpunkt für ein stilvolles, aber vor allem hundertprozentig praktisches Reisesouvenir.

Ich habe mir hier eine Strickmütze gekauft und sie gleich am nächsten Tag in den heißen Quellen in den Bergen ausprobiert! 

Tipps für Museumsbesuche

Ich habe schon jede Menge Museen gesehen. Deshalb besuche ich nicht alle. Als ich aber nach möglichen Zielen in Reykjavík gesucht habe, bin ich auf diese gestoßen:


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